neues von der Stiftung

 

Ausgabe 23 - Ostern   Auswahl - Gesamtausgabe als PDF herunterladen

Liebe Leserin, lieber Leser,

der Aufbruch in die Vielfalt wird nicht nur das Motto unseres Stiftungstages sein, sondern es ist auch Überschrift und Motiv für die vielen Bauvorhaben, mit denen wir uns zur Zeit an allen drei Lebensorten innerhalb der Stiftung Leben und Arbeiten beschäftigen.
Einige dieser Vorhaben sind schon im Bau; gerade begonnen oder fast fertig. Manches steht kurz vor der Genehmigung. Anderes ist noch in der Planung.
Für jedes einzelne dieser Projekte, ob Neu- oder Umbau, gaben uns die Bewohner, Beschäftigten oder Menschen, die bei uns einen Platz finden wollen, den ersten Anstoß.
Ob es der Wunsch nach einer selbständigeren Wohnform, einer kleineren Wohngruppe, einem barrierefreien Zugang, nach pflegegerechter Ausstattung oder inklusivem Wohnen ist, die Entwicklung zeigt, dass es ein Bedürfnis nach individuell eingerichteten
Wohnangeboten gibt.
In dieser Ausgabe wollen wir Ihnen einen Überblick über die Bauvorhaben der Stiftung geben, die wir in Zusammenarbeit mit dem Förderverein realisieren und die gleichsam die „Antworten“ auf die von den Bewohnern geäußerten Wünsche sind, die wir an den
Lebensorten mit unseren Bauvorhaben auf die gestellten Fragen geben wollen.

 

Leichter zu Lesen:

leichtzulesenUnsere Zeitungen Neues vom Parzival-Hof, vom Niels-Stensen-Haus und vom Johannishag werden bald anders sein.

Einmal im Jahr, immer im Herbst gibt es in Zukunft ein dickes Heft mit vielen Berichten aus den Werkstätten und den Häusern. Daran arbeiten ganz viele Menschen mit.
Zwischendurch im Jahr, immer wenn es etwas Wichtiges zu berichten gibt, drucken wir ganz schnell, damit alle es gleich erfahren können ein „Neues vom Parzival-Hof, vom Niels-Stensen-Haus oder vom Johannishag".
Wer möchte, kann sich die Neuigkeiten auch als E-Mail auf sein Laptop schicken lassen.

 aufmacher

Aufbruch in die Vielfalt! ….und die Folgen!

An unseren Lebensorten hören wir viele individuelle Wünsche für eine Veränderung oder auch Anpassung der eigenen Wohn– und Arbeitssituation. Da geht es zum Beispiel,

  •  um Barrierefreiheit, der Wohn– und Arbeitsplatz selbständig erreicht werden kann,
  •  um den Wunsch nach einer eigenen Wohnung,
  •  um den Wunsch nach einem neuen Wohn– oder Arbeitsplatz an einem Lebensort der Stiftung,
  •  um die Möglichkeit als Paar zusammenleben zu können,
  •  Darum, trotz höheren Pflegebedarfs nicht den Wohnort wechseln zu müssen,
  •  um die richtige Umgebung bei schweren seelischen Krisen,
  •  um den Wunsch nach mehr Ruhe oder einer kleineren Gruppe
  •  und auch um den Wunsch sich das Bad nicht mehr mit vielen anderen teilen zu wollen.

Damit nun möglichst viele von diesen mehr oder weniger kräftig geäußerten Wünschen umgesetzt werden können, haben wir uns an den Lebensorten der Stiftung viel vorgenommen. Wir bauen um, wir bauen neu, wir modernisieren und finden unkonventionelle Lösungen.
Hier nun ein kurzer Überblick über die Aktivitäten an den Lebensorten:

 

Parzival-Hof

1. Umbau Bauernhaus

bauernhaus
Leichter Zugang für Bewohner im Rollstuhl, ein behinderten– und pflegegerechtes Bad, ein richtiger Hauswirtschaftsraum, die Veränderung des Wohnkonzeptes am Parzival-Hof mit einer Wohngruppe für Bewohner mit zusätzlichen seelischen Nöten und der Wunsch nach einer Modernisierung und besserer Wärmedämmung führten zu den umfangreichen Umbauarbeiten im Bauernhaus. Gleichzeitig eröffnete es die Möglichkeit, endlich auch die dringend benötigten Räume für die Küchencrew im Gebäude zu schaffen. WC, Umkleide, Büro und Sozialraum stehen schon lang auf dem Wunschzettel. Im vergangenen Jahr hat der Umbau begonnen, nun steht hier bald der Einzug in die neuen Räume an.

 

 

2. Birkenhaus

birkenhausNach über dreißig Jahren ist eine gründliche Sanierung des schon damals nur renovierten Gebäudes nötig. Gleichzeitig wird damit ein lang geplantes Wohnangebot für Menschen mit seelischen Erkrankungen in kleineren Wohngruppen auf den Weg gebracht. In Krisenzeiten soll auch ein Tagesangebot im Hause ermöglicht werden. Nach dem Umzug ins Bauernhaus werden hier die Umbauarbeiten aufgenommen.

 

 

Niels-Stensen-Haus

3. Umbau des Gästehauses

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Es gibt eine Nachfrage nach weiteren Wohnplätzen, gleichzeitig gelingt es nicht, das Gästehaus wirklich wirtschaftlich zu betreiben. Aus diesen Gegebenheiten werden wir nun ein Teil des Gästebereiches so umbauen, dass dort eine Wohngruppe mit 8 Plätzen, 3 davon barrierefrei, ihren Platz finden kann. Zum Innenhof hin entsteht durch einen Anbau ein schöner neuer Wohnraum für die künftigen Bewohner. In den nächsten Tagen wird der Umbau beginnen. Zum Jahreswechsel soll dort alles fertig sein.





4. WiWoZu – Wir Wohnen Zusammen

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An allen drei Lebensorten der Stiftung gibt es Bewohner, die das Bedürfnis nach einer eigenen Wohnung in der Nähe des Arbeitsplatzes haben.

Gleichzeitig gibt es glücklicherweise eine Gruppe von interessierten Menschen (WiWoZu), die ihr Leben in einer Hausgemeinschaft am Rande eines Lebensortes aktiv gestalten möchten. Beides Zusammengenommen schafft die Möglichkeit eines inklusiven Wohnprojektes mit 11 abgeschlossenen Wohnungen und einem Gemeinschaftsraum für eine gemeinsame Freizeitgestaltung.
Vier Appartements sind hier für das sogenannte „ambulant betreute Wohnen“ reserviert. Wenn alles gut geht kann im Sommer der erste Spatenstich erfolgen.

 

 

5. „Versorgungszentrum“ Pflege, Arzt und Therapie

versorgungszentrumUnmittelbar neben dem Café Niels soll im kommenden Jahr ein weiteres Gebäude entstehen und das Angebot der Stiftung ergänzen. Dies besonders im Hinblick auf den wachsenden pflegerischen Bedarf der Menschen in der Stiftung. Es könnte ein kleineres, sogenanntes „Versorgungszentrum“ für Angehörige der Stiftung und Bewohner der Ortschaft Worphausen werden. Hier könnte eine Physiotherapiepraxis angesiedelt sein, ebenso wie pflegegerecht ausgestattete Räume für eine Wohngemeinschaft. Ein ambulanter Pflegedienst könnte hierfür die pflegerischen Leistungen erbringen. Eine wünschenswerte Ergänzung in dem Gebäude wäre die Außenstelle einer ärztlichen Gemeinschaftspraxis mit Präsenztagen. In Abwesenheitszeiten des Arztes könnten die Räume für therapeutische Angebote genutzt werden. Zurzeit sind wir mit verschiedenen Anbietern von Gesundheitsleistungen in Gesprächen. Wir sind gespannt, was sich in Zukunft von diesen Ideen zum Nutzen der Bewohner und Beschäftigten verwirklichen lässt.

 

Johannishag

6. Barrierefreie Theaterwerkstatt

theaterwerkstattKurz vor Abschluss der Maurerarbeiten ist der Neubau unserer Theaterwerkstatt. Zum Jahreswechsel soll sie fertig sein.

Dann können alle endlich, ohne über die Außentreppe mit dem furchtbar störanfälligem Treppenlift zu müssen, an ihren Arbeitsplatz kommen.
Und das zeitraubende Pendeln zwischen Werkstatt und Saal wird auch weniger werden.
Lange mussten wir auf die neue Perspektive warten.







7. Wohnen für höheren Pflegebedarf und bei seelische Nöten

pflegewohnenSo wie an den anderen Lebensorten gibt es auch im Johannishag die Frage, wie ein Verbleib am Ort trotz der Notwendigkeit von intensiverer Pflege oder besonderer Betreuung in seelischen Krisen möglich sein kann. Mit dem Bau eines weiteren Hauses für eine kleine Wohngruppe mit höchsten fünf Plätzen, in dem es ein pfleggerechtes Bad und zwei Räume für therapeutische Tagesangebote geben wird, wollen wir dafür die Möglichkeiten schaffen. Allerdings wird hierfür die Finanzierung nicht so einfach werden. Wir wünschen uns den Baubeginn hierfür in einem Jahr.

 

 

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