neues vom nsh

 

Ausgabe 34 Auswahl Ostern - Gesamtausgabe als PDF herunterladen

Liebe Leserinnen!
Liebe Leser!

Nicht nur „Wenn der Frühling kommt …“ fühlen sich viele Menschen wohl bei uns im Niels-Stensen-Haus, seien es die kleinen „Wurzelzwerge“ aus dem benachbarten Wurzelkindergarten, die fast täglich bei uns das ganze Gelände erkunden oder die Musiker vom Instrumentalkreis im Niels-Stensen-Haus, die sich schon seit Jahrzehnten montags bei uns zum Proben treffen. Zu allen Jahreszeiten treffen sich Gruppen bei uns, die sich seit Jahren bei uns eingemietet haben und die wir Ihnen hier einmal vorstellen wollen. Dies sind der Instrumentalkreis vom Niels-Stensen-Haus, der KuKuK-Chor aus Worpswede, die Freiwillige Feuerwehr Worphausen, die Modellbahnfreunde Osterholz und der Makedonische Tanzkreis.
Na, und dann haben wir auch in diesem Jahr wieder ausgiebig Fasching gefeiert mit unserem Lieblings-DJ Jörg Gebauer, der uns nun schon seit drei Jahren mit seiner exquisiten Musik erfreut!
Zu guter Letzt noch etwas ganz besonders Wichtiges: Wir wollen im Gästehaus eine Wohngruppe einrichten für einige der vielen Menschen, die an unserem Lebensort leben möchten. Diese Umbauten müssen wir selber finanzieren, deswegen liegt diesem Heft ein Spendenaufruf bei und wir freuen uns natürlich über jede Spende!!!

Norbert Stegemann

 

Zu Gast bei uns: Gruppen, die unser Niels-Stensen-Haus für ihre Aktivitäten nutzen!

Der Instrumentalkreis im Niels-Stensen-Haus

 Der Instrumentalkreis des Niels-Stensen-Hauses ist ein Zusammenschluss von Musizierenden und geht zurück auf die Musikseminare von Frau Prof. Dr. Adelheid Geck und die Worphauser Musiziertage (seit 1976). Seitdem die Stiftung Leben und Arbeiten das Haus übernommen und umgestaltet hat können wir weiterhin den Turmalinsaal-für unsere Proben nutzen. Die Probenzeit ist regelmäßig montags (außer in den Schulferien) von 16:30 Uhr bis 18 Uhr, Notenmaterial und Notenständer sind vorhanden.
instrumentalkreisZur Zeit gehören der Musikgruppe 11 Erwachsene aus Lilienthal, Worpswede, Osterholz-Scharmbeck und Bremen an. Sie spielen Flöte, Violine, Klarinette, Violoncello und Klavier. Ich selbst spiele Gei-ge; habe lange Erfahrung in musikpädagogischer Praxis und Orches-terspiel und leite den Instrumentalkreis seit 1989. Einige Spieler erlernten ihr Instrument bereits in der Schulzeit, manche erst nach der Familien- und Berufszeit oder sie nahmen noch einmal Unterrichtsstunden um alte Kenntnisse aufzufrischen und erfüllten sich damit einen lang ersehnten Traum vom mehrstimmigen Musizieren in der Gruppe.
In den zurückliegenden Jahren wurde Instrumentalmusik aus allen Epochen europäischer Musikgeschichte gespielt: Kirchenmusik, höfische Tänze, Kammermusik, Schauspiel- und Ballettmusik oder Spiel- und Tanzstücke aus der neueren Zeit, entweder im Originalsatz oder leicht bearbeitet, - vorausgesetzt, die Musik ist für alle spielbar. Daneben hatten wir auch immer viel Freude an Volksmusik aus aller Welt.
Zu den Höhepunkten der musikalischen Arbeit zählten bisher die Streicher-Seminare mit Konzertmeister Prof. Josef Bayerlein, Lilienthal-Seebergen und zahlreiche Wochenendtagungen mit Kapellmeister Deflef Wülbers, Achim (2004 – 2008). Sie schafften neue Impulse und vielfältige Anregungen. Nach entsprechender Probenarbeit wurden Gäste eingeladen; sie staunten z. B. über die Klangfülle der doppelchörigen Musik aus Venedig um 1600.
Einzutauchen in die etwas fremde Welt des damaligen Musizierens ist ein besonderes Erlebnis. Dass der Spieler mit seinem Instrument innerhalb der Gruppe heute, über Jahrhunderte hinweg an der Gestaltung beteiligt ist, erfüllt ihn mit einem besonderen Glücksgefühl. An fleißig geprobten und gut klingenden Werken möchte der Instrumentalkreis natürlich auch andere Menschen teilhaben lassen; so trifft er sich z. B. alljährlich mit den Bewohnern einer großen Pflegeeinrichtung in der Kreisstadt zu einem „Adventskonzert“ mit Lieder, Gedichten und festlicher Instrumentalmusik, wobei Mitsingen und Zuhören ständig abwechseln und gleichermaßen wichtig sind.
Ich halte die Arbeit im Instrumentalkreis des Niels-Stensen-Hauses für eine sehr wertvolle, soziale und kulturelle Aufgabe innerhalb der Erwachsenenbildung. Aus diesen Gedanken heraus ist die Gruppe vor 30 Jahren entstanden und wir jetzigen Spieler freuen uns auf weiteres frohes Musizieren.

Marianne Behrens


Modellbahnfreunde Osterholz (MBF)

Seit dem Jahre 2007 haben wir, die Modellbahn-freunde Osterholz, eine „Heimat“ in den Kellerräu-men des Niels-Stensen-Hauses gefunden. Dort treffen wir uns an jedem Donnerstagabend, um gemeinsam unserem Hobby, der Erstellung einer größeren Modelleisenbahnanlage, nachzugehen.
modellbahnNatürlich wollen wir die gebauten Modellbahnanlagen auch einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen. Nach kleineren Ausstellungsterminen im Landkreis Osterholz und in Bremen nahmen wir erstmals 2004 an der Intermodellbau Dortmund teil. Es folgten größere Ausstellungen in Hamburg und bei der Internationalen Modellbahn- Ausstellung in Köln (2004 und 2006).
Nachdem die Modellbahn-Anlage in der Spurgröße HO komplett erstellt war, wurde diese um eine HOm-Schmalspuranlage ergänzt, die bei der Europameisterschaft der Schmalspurbahnen in Bremen 2005 den dritten Preis erhielt.
Doch die Entwicklung ging weiter. Es entstand die Idee, nach dem originalen Vorbild Teilabschnitte des Moorexpress in einem größeren Maßstab (Spur 0 = Maßstab 1.43). zu bauen. Im ersten Bauabschnitt bauten wir den Bahnhof Worpswede, der auch beim „Tag der offenen Tür“ im Niels- Stensen-Haus zu sehen war. Es folgten Modell-Module mit der großen Hammebrücke und weiteren Gebäuden aus dem Bereich Worpswede.
Natürlich lag es nahe, das 20jährige Jubiläum der Modellbahnfreunde Osterholz im Jahre 2014 mit einer großen Modellbahn-Ausstellung in den Räumlichkeiten des Niels-Stensen-Hauses zu feiern. Dort konnten wir dann erstmals die gerade entstandene Hamme-Brücke präsentieren.
Neben unserer Modellbauarbeit hat sich seit 2015 ein neuer Schwerpunkt entwickelt: Im vergange-nen Jahr veranstalteten wir erstmalig in der Osterholzer Stadthalle den „Osterholzer Modellbahntag“. Daran nahmen auch befreunde Modellbahnclubs mit ihren Anlagen teil. Verschiedene Verkaufsstände vervollständigten das Angebot. Gleich bei unserem ersten Versuch kam ca. 1000 Besucher. Aufgrund dieses Erfolges veranstalteten wir im Januar d.J. den „2. Osterholzer Modellbahntag“. Auch dieser war ein Erfolg. Deshalb werden wir zukünftig weitere Ausstellung planen und durchführen und damit in unserem Landkreis und in der Region jährlich ein besonderes Modellbahn- Ereignis anbieten können.
Herzlichen Dank an die Stiftung Leben und Arbeiten für die Gastfreundschaft!
 
Die Modellbahnfreunde Osterholz: Kurt Karpinski, Martin Krause, Werner Windhorst, Detlef Seedorf, Burckhard Rehage, Jens Röhrs

 

Makedonische Tanzgruppe
„Ajde Igraj“ - Ein Interview

Was wir da am Montag treiben?
Wir trainieren makedonische Reihentänze zu tanzen.
Ist das leicht zu erlernen?
Nein, es ist relativ schwer, weil es uns zunächst alles fremd erscheint.
makedonischeKann jeder diese Tänze lernen?
Ja, mehr oder weniger schnell – mehr oder weniger gut.
Wieviele Tänze kennen Sie?
Kennen oder können? Wir kennen wohl hunderte -aber tanzen können wir fast 70. Es gibt Tänze für Männer oder Frauen (z.B. Hochzeitstänze) – aber die meisten tanzen alle.
Wird die Tanzkultur heute noch in Makedonien gepflegt?
Ja, sie ist lebendig. Jeder kann dort diese Tänze tanzen und die Menschen tun es bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Kinder lernen sie schon von den Eltern oder Großeltern oder in der Schule, die jungen Männer die Männertänze beim Militär. Das Fernsehen sendet oft Folkloreauftritte von Profigruppen, die schwere Tänze darbieten – die normale Leute aber nicht beherrschen.
Es gibt kein größeres Fest ohne Tanz. Die Menschen tanzen bei Kirchenfesten, Hochzeiten und anderen Familienfesten. Sogar bei Staatsempfängen treten Profigruppen auf.
Nach welcher Musik tanzt man?
Die z.T. sehr alte Musik spielen oft Roma – Musiker, die seit Generationen darauf spezialisiert sind und oft davon leben.
In Makedonien soll es etwa 4000 Lieder und Tänze geben. Vier sehr alte sind von der UNESCO als „Immaterielles Kulturgut“ geschützt. Die Liedertexte erzählen von Liebesfreud – und leid, von der Heimat, von Natur- und Kriegskatastrophen und lange zurückliegenden Ereignissen.
Unsere Tänze (Paartänze, z.B. „Walzer“) kennt dort kaum jemand. Sie sind für die Menschen fremd und „exotisch“ – so wie makedonische Tänze für uns hier……Auf dem Balkan haben sich viele Kulturen gemischt und daraus ist oft etwas Neues entstanden. Es gibt osmanische (türkische) , bulgarische, griechische, serbische Einflüsse und viele andere. Es gibt dort kleine Völker und Stämme, von denen hier wohl kaum einer etwas gehört hat, aber alle haben spezielle Lieder und Tänze und Volkstrachten entwickelt. Davon erzähle ich ein anderes Mal.
Diese überlieferte Tradition zu pflegen, sie erhalten zu helfen, ist eines unserer Ziele. Wir halten sie für wertvoll. Sinn der Reihentänze (Reigentänze) ist die Stärkung des Gemeinschaftserlebnisses. Jeder ist wichtig, jeder wird gebraucht und gehört dazu, jeder ist ein Glied in dieser Kette.
Macht das Tanzen Spaß?
Ja! Aber merke: „Alles ist schwer, bevor es leicht wird.“ (Spruch der Shaolin-Mönche)
Das wissen hier alle.

Lothar Frase

Die Freiwillige Feuerwehr
Worphausen

Kurze Zeit nach dem Start unseres Lebensortes kam von der Worphauser Feuerwehr die Anfrage, ob sie die Wiese neben der Allee zum Heuerhaus pachten könnte, um dort einen neuen Übungsplatz einzurichten. Das war für uns eine Selbstverständlichkeit, denn stellen sie sich vor: Es brennt - und die Feuerwehr konnte nicht trainieren!!!
feuerwehrSo wurde von ihr die Wiese neu hergerichtet, ein Wasserreservoir angelegt und ein kleiner Turm aufgestellt. Seither üben unsere Feuerwehrleute regelmäßig in der wärmeren Jahreszeit mehrmals pro Woche am Niels-Stensen-Haus, unter anderem auch mit der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Auch gab es schon größere Wettbewerbe mit mehreren Wehren der Umgebung und immer wieder Feste der Wehr auf dem Gelände und in unserem Heuerhaus. Zu Anfang gab es regelmäßig ein großes Hallo! (manchmal auch sorgenvolle Tränen bei einigen Bewohner/innen), wenn wieder die großen Feuerwehrautos zu uns fuhren. Das hat sich aber schnell zu einer Selbstverständlichkeit entwickelt.
Aus diesem schönen Kontakt und den regelmäßigen Treffen mit dem Brandmeister wurden bereits einige kleine und größere Übungen bei und mit uns abgehalten, so dass kaum noch einer Ängste entwickelt, wenn jemand in voller Feuerwehr-Montur und mit Gesichtsmaske erscheint. Dazu hat nicht zuletzt beigetragen, dass (besonders durch Kai Garbades großes Engagement!) eine Floriansgruppe der Feuerwehr Worphausen mit unseren Beschäftigten entstanden ist, die dafür sorgt, dass das Thema Feuerwehr regelmäßig und freudig bei uns lebendig wird.
An dieser Stelle dürfen wir auch einmal herzlich DANKESCHÖN! sagen, denn seit Jahren ist es eine schöne Gepflogenheit, dass an unseren Tagen der Offenen Tür die Feuerwehr den Grillstand übernimmt. Das ist gelebte Nachbarschaft.

Norbert Stegemann

 

Der KuKuK-Chor, Worpswede

Seit fast zwei Jahren haben wir die Freude, die besondere Akustik des Turmalinsaals für unseren Chor nutzen zu dürfen. Hinter dem KuKuK-Chor verbergen sich die Worte: Kunst, Kultur und Kreativität. Wir sind 45 Sängerinnen und Sänger zwischen 30 und 79 Jahren.
kukukDer Chor ging aus zwei großen und ungewöhnlichen Worpsweder Sing-, Masken und Performance-Projekten unter der Leitung von Barbara Theisen hervor. 2010 rief mich Frau Theisen an und erzählte mir, dass der Chor eine neue Leitung mit Lichtenberger Stimmbildung suche. Ich meldete mich bei ihnen - und es war um uns geschehen: Liebe auf beiden Seiten auf den ersten Hör-Eindruck! Seitdem singen wir klangorientierte Lieder aus aller Welt, u.a. aus Georgien. Die Klänge dieses Landes haben es mir und einigen Chormitgliedern besonders angetan, da sie eine unglaubliche Heilwirkung auf den Körper ausüben. Daher passen sie perfekt zu unseren Wahrnehmungsübungen, mit denen wir bei jeder Chorprobe experimentieren.
Wir entdecken die Vielfalt des Klangs an sich und versuchen, ihm in uns mehr und mehr Raum zu gewähren. Es geht darum, dem Klang und dem Atem die ihnen ureigene Fähigkeit der Selbstorganistation wieder zu gestatten. „Es singt mich" kann im Idealfall erlebt werden. Der Klang strömt dann mühelos und energievoll durch die Faszien und Körperklangräume! Freies Tönen ist ebenfalls Bestandteil eines jeden Probenabends. Wer den Film "Wie im Himmel" kennt, weiß, wie wundervoll sich freies Tönen anhören und anfühlen kann!
Wir gehen auch gern auf Chorreisen. Einmal im Jahr vertiefen wir das Chorgeschehen an einem Chorwochenende im norddeutschen Raum. Und wir pflegen unsere Chor-Partnerschaften: in Leuwen/ Belgien, wo unser Partnerchor Parcoeur lebt und in Stockholm. Letzteres werden wir an Pfingsten erobern, um unseren neuen Partnerchor Illustrakören besser kennen zu lernen.
Wer uns einmal live erleben möchte, hat hierzu die Möglichkeit: einmal im Jahr sind wir Teil des großen Chöre-Treffens und -Konzertes in der Zionskirche, Worpswede, immer am ersten Sonntag im Oktober.

Simone Rosemarie Theobald, Chorleitung

 

Hallo! Alaaf! Helau!

alaf1Was für ein Fest! Am Rosenmontag, es war der 27. Februar, ging im Niels-Stensen-Haus die Post ab!
Unter dem Motto „50er, 60er und 70er Jahre“ feierten Mitarbeiter/innen und Bewohner/innen ein rauschendes Faschingsfest.
Hippies und Rocker, Damen und Herrn in tollen Kostümen – sogar ein Elvis wurde gesichtet – fanden sich um 16 Uhr im bunt geschmückten Turmalinsaal ein. Und es waren noch nicht alle drin, da fingen schon die ersten an, auf der Tanzfläche los zu rocken.
alaf2Jörg Gebauer, der DJ, der uns schon in den vorigen Jahren auf Festen musikalisch eingeheizt hat, fand auch dieses Mal eine prima Mischung, die durchgängig tanzbar war. Von „My boy lollipop“ über „Daddy cool“, Songs von Leonard Cohen, den Beatles, den Mamas und Papas, bis hin zu den heutigen Hits von Helene Fischer und Andreas Bourani, war für jede und jeden was dabei.
Die tolle Stimmung wurde natürlich noch bestärkt durch ein reichhaltiges Kuchenangebot (z.B. rosafarbene Donuts), sowie ein vorzügliches Abendbuffet, das von der Küche vorbereitet wurde. Kaffee, Tee, Bowle und Brause rundeten das Ganze ab, und alles zusammen sorgte für große Zufriedenheit.
Und wer hat das alles wieder so erstklassig auf die Beine gestellt? Na, unsere jungen Leute vom FSJ, BFD und Seminar:
DANKE, Lena, Melina, …
Die haben übrigens hinterher wieder aufgeräumt, damit am Dienstag der Morgenkreis auch in „geordneten Verhältnissen“ stattfinden konnte.

Margret Mahr

 

Die 50ger, 60ger, 70ger Jahre - Fasching im Niels-Stensen-Haus

alaf3

 

 


>>> Gesamtausgabe al PDF