neues vom nsh

 

Ausgabe  Sommer 2019

Liebe Freunde des Niels-Stensen-Haus!
Liebe Leser!

Das Kunstprojekt „Lichtklang der Bienen“

 

Vom 15.-17-Mai 2019 konnten wir mit der Künstlerin Marita Caspari (Schweiz) wieder ein vielfältiges Kunstprojekt gestalten.        (Eindrücke vom Kunstprojekt auf der Homepage von Marita Caspari)
Es  lebte bei unseren Beschäftigten schon wochenlang vorher eine schöne Erwartung, da sich viele mit großer Freude an das vergangene Kunstprojekt (Wesen der 4 Elemente) erinnerten. Wieder konnten über 20 Teilnehmer in vier Gruppen, drei Tage lang diese im Arbeitsalltag manchmal vermisste Stimmung des künstlerischen Schaffens erfahren. Mit Marita Caspari stand uns dabei eine sehr versierte Künstlerin zu Seite, die seit vielen Jahren als selbständige Künstlerin im Tessin lebt und unter anderem regelmäßig europaweit Kunstworkshops durchführt. Unter anderem gibt sie  Kurse auch für Menschen mit Assistenzbedarf, wie sie es auch bei uns bereits vor zwei Jahren eindrücklich gezeigt hatte.
caspariDiesmal stand das besondere Wesen der Biene, der „Lichtklang der Bienen“ im Mittelpunkt des Schaffens und jede Gruppe hatte ein eigenes Thema: Bienenstock und Wabe; Tanz der Bienenkönigin; Lichtklang und Blütenzauber; Wachskugel, Duft und Honiggold  hatte Marita C. die Arbeitsfelder benannt.
Nachdem zu Beginn das Thema kurz von ihr vorgestellt wurde, bekam jeder Künstler auch schon das jeweils unterschiedliche Material zu Verfügung gestellt. Hatten die einen eine vorbereitete Leinwand auf Holz zu kleben, durften die anderen mit flüssigem Wachs arbeiten oder bereits mit herrlichen Farbpigmenten, zerriebenem Stein, Sand, Vulkanerde usw. Leinwände und Bütten gestalten. Große Herausforderungen fanden einige vor, die mit Styroporkugeln arbeiten durften. Mit wichtigen Hinweisen und der helfenden Unterstützung durch Marita C. fand jeder sehr schnell  seine individuelle Idee zu den Themen und es entwickelten sich eigene und eigenwillige Darstellungen. Teilweise sah man bereits am ersten Abend  wunderschöne Werke entstehen.
So entstand bald das Empfinden, wie es sich wohl im dunklen Bienenstock („stockdunkel“) anfühlt, oder welche Leichte in der Sommerwärme erfahrbar ist.  Plötzlich rief jemand: „ich habe die Bienenkönigin gefunden!“ und tatsächlich war auf einer wunderschönen Farbplatte die große Gestalt einer in sich ruhenden Bienenkönigin sichtbar geworden. Umgeben von hellem Goldgelb. Auch in den runden Leinwänden oder den vollen Kugeln erlebten viele das leuchtende Himmelblau – durchzogen von Wärme oder erfüllt vom Summen der Bienenschwärme.
Nicht nur das kreative Erlebnis stand im Raum: immer wieder lebte das gesamte Thema der Bienen- und Insektenwelt bei uns auf, sowohl künstlerisch als auch mit dem was sie für uns Menschen und unsere Umwelt bedeuten. Man konnte regelrecht den „Lichtklang der Bienen“ sehen, spüren, hören – mit allen Sinnen erfahren.

Eine große Freude war es dann, dass wir beim Montagmorgenkreis alle Werke zusammen als ein Gesamtkunstwerk anschauen und bestaunen konnten. Als alle in unseren Turmalinsaal kamen, lag und stand vor uns eine regelrechte Bienengestalt, zu der Marita C. die künstlerischen Arbeiten der letzten Tage während des Wochenendes für uns  zusammengestellt hatte!
Jetzt lebte noch einmal, besonders in den Beiträgen der einzelnen Künstler ihr ganzer Stolz über ihre erlebten Fähigkeiten und das geschaffene Werk auf. Dieses wurde nun ausgiebig bestaunt und bewundert, und es gab viele Anmeldungen für ein nächstes Kunstprojekt ….
Dankbarkeit und Freude dieses gelungene Projekt mit Marita C. und  über die Unterstützung durch die Stiftung Lauenstein und unseren Lebensortbeirat rundeten dies kleine „Vernissage“ ab. Sie hing noch einige Tage mit den Fotowänden im Saal und im Foyer unsers Lebensortes und  wurde von vielen Besuchern wahrgenommen.
An unserem Tag der Offenen Tür wollen wir von unserem Projekt mit einer Diaschau und den Kunstwerken ausführlich in der Öffentlichkeit berichten.


Norbert Stegemann